Aktuell gilt bei den privaten Konsumenten in Deutschland eher der Grundsatz, dass der eigene Einkauf von Bekleidung möglichst sehr günstig ist und man daher nicht gewillt viel Geld dafür
auszugeben. So erleben gerade die großen Discounterketten wie KIK einen großen Zuspruch in der heimischen Bevölkerung, da es hier die gesuchte Bekleidung für sehr wenig Geld günstig zu erwerben
gibt. Dieses gilt nicht für Menschen, die wirklich auf jeden Euro beim Kauf achten müssen, sondern auch für die Menschen wo Geld offiziell keine Rolle spielt.
Die Menschen machen sich hier keine Gedanken und somit sehr froh, wenn sie aus der eigenen Sicht ein preislichen Schnäppchen für wenig Geld erzielt haben. Viele Menschen bei uns in der
Bundesrepublik wissen nicht, wie und wo diese Bekleidung im Prinzip hergestellt wird. Meistens werden diese in den sogenannten Billiglohnländer der Dritten Welt hergestellt und die Menschen vor
Ort verdienen am Tag ungefähr einen Euro und dieses bei einer geschätzten Wochenarbeitszeit von ca. 60 Stunden pro Woche.
Man macht sich eigentlich keine Gedanken über die unerträglichen Zustände bei den jeweiligen Produktionsstätten vor Ort in diesen ärmsten Ländern, wie Bangladesch, Thailand oder die Philippinen,
wo in riesigen Hallen bei nicht vergleichbaren Zuständen sehr viele Menschen an der Bekleidung für die reichen Staaten der Erde sitzen und sich bei der Arbeit selber zu Grunde richten. Die
jeweiligen Textilunternehmen verdienen sich so hier eine wahrliche goldene Nase, da die realen Produktionskosten mit dem Verkaufspreis bei uns in keinem Verhältnis stehen.
Viele internationale Organisationen versuchen hier seit einem sehr langen Zeitraum auf diese Situationen hinzuweisen und schlagen hier seit langem Alarm und wollen so, dass die entsprechenden
Unternehmen ihre bisherige Unternehmenspolitik abändern und so nicht nur den Mitarbeitern mehr Lohn und Gehalt zahlen, sondern dass sich etwas generell hier ändert. Man kann daher hier sehr
gespannt sein, bis die Unternehmen hier wirklich etwas bemerken und wir als Verbraucher können daher nur die jeweilige Marke boykottieren bzw. dort unsere Bekleidung einkaufen, wo die Umstände
der wirklichen Realität entsprechen.