Ob über VoIP oder einen klassischen Telefonanschluss telefoniert wird, hängt in erster Linie von den persönlichen Präferenzen ab. Um beide Arten des Telefonanschlusses vergleichen zu können, muss
erst einmal generell definiert werden was VoIP eigentlich ist. Die Abkürzung steht für Voice over IP oder zu Deutsch "IP-Telefonie". Wie der Name bereits vermuten lässt, wird also über eine IP
telefoniert, die wiederum mit einem Server verbunden ist. Es wird also nicht direkt das klassische Telefonnnetz genutzt, wie es bei einem klassischen Telefonanschluss beziehungsweise dem Festnetz
der Fall ist.
VoIP wurde von Anbietern vor allem deshalb bereitgestellt, da Gespräche kostengünstiger sind und mehr Leitungen als beim klassischen Festnetz unterhalten werden können. Über VoIP kann eine große
Anzahl von Nummern gleichzeitig verwaltet werden, bei Festnetz ist dieser Umstand meist auf eine Nummer oder maximal 3 begrenzt. Damit besteht ein entsprechender Tarif praktisch immer aus einer
Kombination aus DSL & Telefon. Der große Vorteil von VoIP sind also in erster Linie die günstigeren Kosten, dennoch muss man
bei VoIP damit rechnen, entweder sein Telefon anzupassen (IP-fähiges Telefon) oder einen passenden Adapter zu kaufen. Außerdem wird VoIP natürlich über die Internetleitung realisiert, weshalb
mindestens eine DSL 2000 Leitung zur Verfügung stehen sollte, denn desto schneller die Leitung, desto besser ist in der Regel auch die Qualität der Leitung. Gerade wenn mehrere Personen VoIP im
Haushalt nutzen empfiehlt es sich mindestens eine DSL Leitung von DSL 6000 oder gar noch schneller.
Viele Anbieter bieten für VoIP zudem die Möglichkeit einer Telefonflat an, womit man unbegrenzt in alle Netz telefonieren kann, während beim klassischen Festnetz häufig noch pro Minute
abgerechnet wird. Auch Fax kann über VoIP realisiert werden, jedoch sollte man sich bewusst sein, dass natürlich dennoch ein Telefonanschluss anliegen muss. Das hängt schlicht damit zusammen,
dass mit dem DSL Anschluss auch immer ein Telefonanschluss mitgeliefert wird, da auch kleinere Anbieter das umfangreiche Netz der Telekom nutzen. Dadurch können Verbraucher also nicht beim
Anschluss selber sparen, außer das VoIP wird über Surfsticks realisiert, wobei hier das begrenzte Volumen und die oft unzureichende Geschwindigkeit VoIP nicht unbedingt empfehlenswert machen.
Letztlich lohnt sich VoIP vor allem für Vieltelefonierer und Unternehmen, da die Kosten doch signifikant niedriger sind und der VoIP Anbieter nicht mit dem Anbieter des Telefonanschlusses
identisch sein muss.
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